Wie Roßlau zum Hafenstandort wurde
Von der ersten Flößeranlegestelle bis zum Industriehafen – die Entwicklung Roßlaus zum bedeutenden Umschlagplatz an der Elbe begann vor Jahrhunderten und dauert bis heute an.

Ein Blick in die Geschichte
Die Geschichte des Roßlauer Hafens beginnt mit einer Veränderung des Elbeverlaufs im 14. Jahrhundert: Durch mehrere Hochwasser verlagerte sich das Flussbett näher an die Stadt. Seither liegt Roßlau direkt an der Elbe – und der Fluss prägt seitdem das wirtschaftliche Leben der Stadt.
Schon 1439 wurde eine Anlegestelle für Flöße in Roßlau erwähnt. Weil alle Holztransporte zwischen dem oberen und unteren Elbetal dort Halt machen mussten, um den Bürgern von Zerbst den Holzkauf zu ermöglichen, ist davon auszugehen, dass Roßlau ein wichtiger Umschlagplatz war. Auch eine Zollstation für die Schifffahrt befand sich damals in der Nähe.
Aus der einfachen Anlegestelle entwickelte sich im Laufe der Zeit ein fester Ausladeplatz. Vor allem Holzkohle aus dem Fläming wurde hier verschifft – ein Hinweis darauf ist noch heute die "Kohlenstraße", die direkt zum ehemaligen Hafenplatz führt.
Der Platz war im Besitz des Staates. Als 1895 ein privater Unternehmer diesen pachten wollte, handelte der Roßlauer Bürgermeister schnell: Er setzte sich dafür ein, dass die Stadt selbst den Platz übernehmen konnte. Am 10. August 1895 wurde ein Pachtvertrag für 25 Jahre abgeschlossen – das war der Beginn der kommunalen Hafengeschichte Roßlaus.
Informationen und Richtlinien
Dokumente und Richtlinien für die Nutzung des Industriehafens Roßlau
Die Elbe ist die beste Verbindung zum europäischen Wasserstraßennetz und zu den Weltmeeren.
Hafen in Roßlau - ein modernes Logistikunternehmen
Trimodal angebunden und mit moderner Infrastruktur ausgestattet bietet der Industriehafen Roßlau optimale Voraussetzungen für effiziente Warenströme zwischen Wasser, Schiene und Straße.
Logistikknoten an der Wasserstraße – perfekt angebunden auf allen Wege
Der Roßlauer Hafen liegt direkt an der Elbe bei Flusskilometer 264 und ist in das deutsche Binnenwassernetz eingebunden. Ein direkter Bahnanschluss befindet sich unmittelbar am Standort und ermöglicht eine nahtlose Anbindung an das Schienennetz.
Auch die Straßenanbindung ist ausgezeichnet: Die Bundesstraße B184 ist nur etwa einen Kilometer entfernt, zur B187 sind es rund drei Kilometer.
Die Autobahn A9 erreicht man in etwa elf Kilometern, der internationale Flughafen Leipzig/Halle liegt etwa 60 Kilometer entfernt.
Der Hafen liegt in einem ausgewiesenen Industriegebiet und eignet sich ideal für logistiknahe und produzierende Unternehmen.
Effiziente Umschlagleistung für Straße, Schiene und Wasser
Dank einer großzügigen Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt verfügt der Hafen über eine moderne Infrastruktur – darunter eine fast 1.000 Meter lange Kaianlage. In Kombination mit effizienter Verladetechnik ermöglicht dies einen schnellen und reibungslosen Warenumschlag zwischen Wasserweg, Schiene und Straße.
Je nach Art des umgeschlagenen Gutes liegt die derzeitige Umschlagskapazität bei etwa 1.000 bis 1.300 Tonnen pro Tag.
Der Hafen wird von verschiedenen Branchen genutzt, darunter der Großhandel mit Getreide, Futtermitteln und Düngemitteln, Unternehmen aus dem Bereich Transportbeton, Metallrecycling sowie der Sportbootbau.
Attraktiver Industriestandort mit moderner Infrastruktur
Das Industriegebiet am Roßlauer Hafen umfasst eine Gesamtfläche von rund 36 Hektar. Die Erschließung ist vollständig abgeschlossen: Die Trinkwasser- und Abwasserentsorgung ist gesichert, der Straßenbau abgeschlossen und ein direkter Bahnanschluss ist vorhanden.
Planungsrechtlich ist das Gebiet nach § 34 BauGB bebaubar. Für größere Vorhaben kann zusätzlich ein Vorhaben- und Erschließungsplan zur Anwendung kommen.
Rund 19 Hektar – etwa 74% der nutzbaren Fläche – sind bereits belegt. In den angesiedelten Betrieben sind mehr als 100 Arbeitsplätze entstanden. Für weitere Investoren stehen Flächen zwischen 2.000 und 10.000 Quadratmetern zur Verfügung. Diese können im Rahmen langfristiger Verträge oder im Erbbaurecht vergeben werden – ideal für Unternehmen, die die Hafeninfrastruktur sowie die angebotenen Dienstleistungen aktiv nutzen möchten.
Nutzen Sie unseren Industriehafen Roßlau als trimodale Schnittstelle der Verkehrsträger Binnenschiff, Eisenbahn und LKW.
Geschichte und Entwicklung des Roßlauer Hafens
Vom historischen Umschlagplatz bis zum modernen Logistikstandort – die Entwicklung des Roßlauer Hafens spiegelt den Wandel von Handel, Technik und Infrastruktur an der Elbe wider.
Die Stadt Roßlau wurde im Jahr 1215 erstmals urkundlich als „Rozelowe“ erwähnt.
Ihre günstige Lage auf dem nördlichen Hochufer der Elbe förderte insbesondere nach dem Bau der ersten Elbbrücke im Jahr 1583 eine lebhafte Entwicklung von Handel und Gewerbe – maßgeblich geprägt durch die Elbeschifffahrt.
Schon 1439 ist eine Anlegestelle für Flöße belegt, und seit 1895 befindet sich der Ausladeplatz in städtischem Besitz.

In den Jahren 1935 bis 1937 entstand ein Industriehafen, der den damaligen modernen Anforderungen entsprach und das wirtschaftliche Profil der Stadt weiter stärkte.
Nach der politischen Wende wurde der Hafenbetrieb 1992 an die Stadt Roßlau zurückübertragen. Damit war der Grundstein für die dynamische Entwicklung des heutigen Industriegebiets gelegt. Dank eines umfangreichen Infrastrukturprogramms des Landes Sachsen-Anhalt verfügt die Industriehafen Roßlau GmbH heute über eine moderne Ausstattung und erfüllt die Voraussetzungen, um als Güterverkehrszentrum (GVZ) bzw. Kombi-Terminal (KLM) zu fungieren.
Mit dem Binnenschiff erreichen Ihre Güter pünktlich, sicher und zuverlässig ihr Ziel.
Wissenswertes über den Industriehafen Roßlau
Erfahren Sie mehr über die Geschichte, Infrastruktur und Leistungsfähigkeit eines der wichtigsten trimodalen Logistikstandorte an der Elbe.
Daten & Fakten
- Elbe-km: 264,12
- Kailänge: 1.000 m
- Gleislänge: 1,8 km
- Hafenmobilkrantechnik: Umschlagkapazität bis 50 t
- Gleiswaage
- Rangiertechnik: Lok V60
- LKW-Waage: Nutzung 24/7 möglich
Unsere Leistungen
- Umschlag von land- und forstwirtschaftlichen Produkten
- Massengutumschlag
- Schwergut- und Projektverladungen
- Containerumschlag
- Umschlag und Lagerung von „Break Bulk“
- Vermietung von Ansiedlungsflächen
Einblicke in den Industriehafen Roßlau
Blick hinter die Kulissen eines modernen, trimodal angebundenen Hafenstandorts an der Elbe.
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Geschichte und Entwicklung des Roßlauer Hafens
Von der ersten Anlegestelle im Mittelalter bis zum modernen Industriehafen – eine bewegte Geschichte an der Elbe.
Entwicklung des Industriehafens Roßlau
- 1934–1936: Bau des Hafens Roßlau
- 1972: Der Hafen Roßlau wird als Lagerplatz für Kohle und Baustahl genutzt. Erst 1992 findet die erste Binnenschiffsverladung von 800 t Getreide nach Hamburg statt.
- 2004: Der Hafen Roßlau wird in den Firmenverbund der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) aufgenommen.
- 2021: Abschluss umfangreicher Sanierungs- und Ausbauarbeiten
- 2024: alleiniger Betrieb durch die Stadt Dessau-Roßlau
Vom Elbufer zum modernen Umschlagplatz – die Geschichte des Roßlauer Hafens
Der Roßlauer Hafen blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Schon im Mittelalter diente das Elbufer als Anlegestelle für Handel und Transport. Zwischen 1934 und 1936 entstand schließlich der moderne Industriehafen, der sich im Laufe der Jahrzehnte stetig wandelte. In den 1970er-Jahren wurde er vor allem als Lagerplatz für Kohle und Baustahl genutzt, bevor 1992 erstmals ein Binnenschiff mit 800 Tonnen Getreide nach Hamburg beladen wurde.
Anfahrt zum Industriehafen Roßlau GmbH
Industriehafen 3, 06862 Dessau-Roßlau
Direkt an der B184 und B187 angeschlossen, zur Bundesautobahn A9 nur 12km, direkter Anschluss an das Streckennetz der DB AG.

